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Zeitleiste

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Invasion der Außerirdischen

Es war mehr als ein Jahrzehnt her, seit die Portal Corp zerstört worden war und die meisten Menschen dachten nicht mehr an mögliche Bedrohungen aus anderen Dimensionen. Am 23. Mai 2002 jedoch wurden sie sehr unsanft wieder daran erinnert. An diesem Tag, ungefähr um 16:30 Uhr Ostküstenzeit erschienen über Paragon City Tausende und Abertausende roter Lichter. Die Lichter nahmen die Form vollkommener flacher Kreise an, die einen Durchmesser von 3 bis 90 Metern hatten. Ein Reporter in einem Verkehrshubschrauber verglich sie mit “Fenstern in das flammende Herz der Hölle”, bevor er und sein Gefährt auf ewig verschwanden - vermutlich aufgesaugt - als sich ein weiteres “Fenster” über ihnen auftat. Niemand wusste, was sie dort sahen, aber es war offensichtlich, dass es gefährlich war – die roten Lichter schienen alles zu verschlingen, was sie berührten.

...Bevölkerung reagierte panisch und blockierte die Ausfallstraßen...

Natürlich traten viele Helden der Stadt auf den Plan, um die Sache zu untersuchen. Die Freedom Phalanx, die Dawn Patrol und das Hero Corps schickten Teams in die Stadt, um sich auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommen würde. Die mächtigsten Magier und sachkundigsten Mystiker des Midnight Squad versuchten zu bestimmen, ob die Lichter einen magischen Ursprung hatten. Es erschienen immer mehr Lichtscheiben und schließlich waren sie über der ganzen Stadt, von riesigen Scheiben über der Skyline bis hin zu kleineren auf Straßenebene oder sogar in Gebäuden. Die Bevölkerung reagierte panisch und blockierte die Ausfallstraßen bei dem Versuch, der Katastrophe zu entkommen, die sich da zusammenbraute. Bald gab es auch Berichte aus anderen Städten und Ländern. Die Lichter waren an 27 anderen Orten auf der ganzen Welt erschienen, alle waren große Bevölkerungszentren.

Die Freedom Phalanx ermittelte mit Hilfe eines ehemaligen Forschers der Portal Corp, dass es sich bei den Lichtern um eine Art Dimensionsportal handelte. Wohin sie führten, wusste aber niemand sicher. Als langjähriges Mitglied der Freedom Phalanx und bekannter interstellarer Forscher meldete Star Strider sich freiwillig, um eines der Portale zu durchschreiten und zu sehen, was sich dort befand. Eingehüllt in sein undurchdringliches Kraftfeld betrat er eines der größeren Portale. Man hörte oder sah nie wieder etwas von ihm. Ähnliche Experimente in anderen Teilen der Welt führten zu den gleichen tragischen Ergebnissen.

...Portale erzeugten riesige Angriffsschiffe, die bis an die Zähne mit Energiekanonen...

Als die Nacht ungefähr um 19:30 Uhr Ostküstenzeit anbrach, wurde der tatsächliche Zweck der Scheiben deutlich. Auf der ganzen Welt strömten gleichzeitig außerirdische Invasoren aus den Portalen – zu Zehntausenden. Zum größten Teil handelte es sich um Infanteristen, die eine Art Energierüstung trugen und Energiewaffen verwendeten. Andere trugen Fluggeräte und schwangen sich neben Horden kleiner runder Angriffsdrohnen vom Himmel herab. Die größten Portale erzeugten riesige Angriffsschiffe, die bis an die Zähne mit Energiekanonen und Raketenwerfern bewaffnet waren. Sogar an Orten wie Paragon City, wo Hunderte Helden auf solch ein schreckliches Ereignis vorbereitet waren, erwies sich die Größe und Macht der Invasionstruppen schnell als überwältigend.

Die erste Angriffswelle wurde sehr präzise durchgeführt. Die Invasoren hatten offensichtlich Zeit gehabt, ihre Feinde ausführlich zu studieren. Sie schalteten innerhalb der ersten 15 Minuten der Invasion Kraftwerke, Umspannwerke, Telefonleitungen, Mobilfunkmasten, Radiosendeanlagen und Wasserleitungen aus. Sie erfüllten die Luft mit elektronischen Gegenmaßnahmen, die so mächtig waren, dass sie den gesamten Funkverkehr, Radar und GPS-Signale störten. Sie schlugen außerdem an Orten zu, an denen sich militärische und Polizeimacht konzentriert hatte, schalteten Waffenvorräte, Luftwaffenstützpunkte und Marinewerften aus. Innerhalb von Minuten hatten sie die Städte, die sie angriffen, so gut wie entwaffnet. Zum Glück für die Erde hatten sie bei einem Aspekt ihrer Berechnungen elendig versagt: Sie hatten nicht mit der gewaltigen Kraft gerechnet, die die Helden der Erde zum Einsatz bringen konnten.

Ab dem Moment, als der erste Angreifer durch ein Portal schritt, schritten die Helden von Paragon City ein. Statesman führte den Angriff an, bei dem er seinen Körper fast im wahrsten Sinne des Wortes in eines der größten Angriffsschiffe schleuderte. Eine Minute später explodierte die massive fliegende Festung von innen und fiel krachend zu Boden. Der scheinbar unverletzte Statesman flog über den Himmel und in ein weiteres Schiff, mit ähnlich verheerenden Ergebnissen. Erst nach dem dritten dieser Angriffe wurden ihm die gewaltigen Kollateralschäden klar, die diese fallenden Riesen verursachten, als sie in den Straßen weiter unten aufschlugen. Als er sich des Problems bewusst wurde, änderte er seine Taktik und nutzte seine unglaubliche Kraft dazu, die riesigen Schiffe über den Fluss abzudrängen, bevor er sie zerstörte.

...eine Gruppe von Magiern des Midnight Squads einen Zauber wirkte...

Die anderen Helden der Stadt kämpften ebenfalls erbittert, obwohl nur wenige in ihren Methoden so spektakulär wie Statesman waren. Auf den Straßen der Stadt wimmelte es von Angreifern in Rüstungen, die Angesicht zu Angesicht gegen Helden in Kostümen kämpften. Die Außerirdischen hatten außerdem schwer gepanzerte Schwebepanzer mitgebracht, die sich als besonders tödlich erwiesen, bis eine Gruppe von Magiern des Midnight Squads einen Zauber wirkte, der ihr Innerstes nach außen wendete und nur noch rauchende Müllhaufen zurückließ. Leider teilten die Außerirdischen ebenso gut aus wie sie einsteckten. Noch während sie sich zu ihrem Erfolg gratulierten, wurden die Magier in eine Welle brennenden Plasmas gehüllt, die sie im Bruchteil einer Sekunde bis auf die Knochen verbrannte.

Und so sah es in der ganzen Stadt aus. Die Außerirdischen waren den Helden zahlenmäßig mindestens hundert zu eins überlegen. Es war unmöglich, genaue Zahlen zu ermitteln, da die Portale den Angreifern einen gleichzeitigen Zugang zur gesamten Stadt ermöglicht hatten. Die Kämpfe dauerten die ganze restliche Nacht lang. Nach sechs Stunden hatten die Helden die großen Angriffsschiffe vom Himmel geholt, von denen sich einige entweder in den Weltraum oder über den Ozean zurückgezogen hatten (aber keiner der Außerirdischen hatte sich durch die Portale zurückgezogen). Im Morgengrauen des 24. Mai war Paragon City in ein Durcheinander aus Gebieten zerrissen, die entweder von den Außerirdischen oder von den Menschen kontrolliert wurden und an deren Grenzen Kämpfe entbrannten. Beide Seiten begannen, Wälle und andere statische Verteidigungsmaßnahmen zu errichten, um ihr Territorium zu schützen. Viele dieser Grenzverteidigungsanlagen wurden schließlich zu den Wällen, die heute Paragon City in seine vielen Bezirke aufteilen.

Durch die Portale kamen nie wieder irgendwelche Angreifer. Es scheint, dass sie ihre gesamte Angriffskraft auf eine Karte gesetzt hatten. Genau 24 Stunden nach dem Beginn der Invasion verschwanden die Portale und hinterließen ein weiteres Geheimnis in diesem ohnehin schon bizarren und schrecklichen Krieg. In der Zwischenzeit versuchten die Helden, während sie weiter kämpften, verzweifelt herauszufinden, wer genau diese Wesen waren und warum sie angriffen. Sie schienen keine elektronischen Kommunikationssignale zu verwenden. Einige mächtige Telepathen waren auf ein verstörendes psychisches Rauschen gestoßen, seit die Invasion begonnen hatte, aber jeder Versuch, die Gedanken der Außerirdischen zu lesen oder mit ihnen zu kommunizieren, schlug fehl. Wer auch immer sie waren, ihre Motive und Identitäten blieben ein Geheimnis.

Die Weltregierungen reagierten so gut wie möglich auf die unerwartete, entsetzliche Invasion. Die Außerirdischen zerstörten in diesen wenigen ersten Stunden ein gutes Drittel der Militärstreitkräfte der Welt, aber mit Hilfe der Superhelden jeder Nation sammelten sich die Streitkräfte und begannen eine robuste, wenn auch scheinbar dem Untergang geweihte Verteidigungslinie zu errichten. Sogar die fortschrittlichste Armee der Welt, die der Vereinigten Staaten, war den Außerirdischen waffentechnisch unterlegen. Die Verlustraten lagen meist bei 5 zu 1 für die Angreifer. Nur dort, wo Helden mit Superkräften zusammen mit den Fronttruppen kämpften, konnten die Menschen Siege verzeichnen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bildete angeführt von Großbritannien und Frankreich eine Notfall-Dachorganisation, um zu helfen, die Heldenressourcen im weltweiten Kampf gegen die Angreifer zu koordinieren. Unter dem Namen Vanguard bestand diese Gruppe aus einigen der besten und klügsten Helden der Welt. Sie nahm ihre Arbeit sofort auf und begann Pattsituationen ähnlich derjenigen aufzugreifen, zu der es in Paragon City gekommen war. Der Vormarsch der Außerirdischen wurde aufgehalten, aber es schien unmöglich, ihnen das Gebiet abzunehmen, das sie bereits erobert hatten.

Nun hatte der Feind zumindest einen Namen,...

In Paragon City trugen die Bemühungen herauszufinden, wer diese Außerirdischen waren, endlich Früchte. Beim Durchsehen der alten Portal Corp-Akten (die durch zahllose Prozesse jahrzehntelang unbeachtet weggeschlossen waren) fanden Ermittler einen Bericht über eine alternative Erde, die Heimat eines Volkes ist, die unter dem Namen Rikti bekannt war. Nur ein Portal Corp-Team wurde dorthin entsandt und die Berichte waren unvollständig, obwohl es schien, dass ein Kontakt mit den Außerirdischen erfolgt war. Anscheinend konnten sie mit uns sprechen - sie wollten nur nicht. Die Akten enthielten keinen Hinweis darauf, dass sie besonders kriegerisch oder feindlich gesinnt waren und deuteten sogar an, dass vielleicht in der Zukunft ein Handelsabkommen mit ihnen erzielt werden könnte. Nun hatte der Feind zumindest einen Namen, obwohl unklar blieb, warum er angegriffen hatte.

Der Krieg wütete die nächsten sechs Monate weiter, in denen Hunderttausende Soldaten, Zivilisten und Helden im Kampf starben. Die Rikti erwiesen sich als äußerst zäher Gegner. Sie waren anscheinend auf die Erde gekommen, noch bevor die tatsächliche Invasion begann, um verborgene Standorte und Waffenlager unter der Erde einzurichten. Sie nutzten Teleportationsportale mit kurzer Reichweite, um unerwartet an überraschenden Orten zuzuschlagen. Die Menschen waren gezwungen, einen Verteidigungskrieg zu kämpfen, als die Rikti sie mit einer Krise nach der nächsten beschäftigten.

Die Rikti brauchten nicht lange, um herauszufinden, wie wichtig die Helden für die Verteidigung der Menschheit waren. Sie begannen, ihre Bemühungen mehr und mehr auf die kostümierten Kämpfer zu konzentrieren. Jeder größere Treffpunkt und jede Operationsbasis wurde zu einem unmittelbaren Ziel. In Paragon City starteten die Rikti gleichzeitig eine Serie radikaler Angriffe auf die Hauptquartiere von Heldenorganisationen. An einem Nachmittag zerstörten sie Gebäude, die der Freedom Phalanx, dem Midnight Squad und der Dawn Patrol gehörten, und töteten dabei zahlreiche Helden. Die Rikti erlitten bei diesem Angriff die größten Verluste, aber das war es ihnen wohl wert, denn am nächsten Tag machten sie so weiter und auch am Tag darauf. In einer Woche verloren sie über 10.000 Soldaten, töteten fast 200 Helden und dezimierten alle wichtigen Heldenorganisationen von Paragon City deutlich.

Die Freedom Phalanx bestand nur noch aus Statesman und einigen der härtesten und mächtigsten Helden der Stadt. Bei der Dawn Patrol, dem Midnight Squad, den Regulatoren und dem Hero Corps sah es ähnlich aus. Mit der dezentralisierten Kommandostruktur und ihrer internationalen Rekrutierungsbasis war nur noch Vanguard (zu der auch Statesman gehörte) eine brauchbare und organisierte Kampfkraft. Sogar als die Rikti die Gebäude der Vereinten Nationen in New York und Genf zerstörten, kämpfte Vanguard weiter und sorgte schnell für die Ausbildung und Organisation übermenschlicher Verteidigungsteams, um die Außerirdischen in Schach zu halten.

...die Außerirdischen beständig Verstärkung aus ihrer Heimatdimension erhielten...

Mit den Akten und Berichten der Portal Corp fand ein außerordentlich intelligenter Held namens Dr. Science (der auch Star einer berühmten Wissenschaftssendung für Kinder war) eine Möglichkeit, um die Energiesignaturen der Rikti-Portale aufzuspüren. Es war deutlich, dass die Außerirdischen beständig Verstärkung aus ihrer Heimatdimension erhielten, möglicherweise durch weitere Portale, die sich in ihren geheimen unterirdischen Landungsbereichen öffneten. Dr. Science konnte das größte und aktivste dieser Portale isolieren, das sich tief unter Paragon City befand. Es war wahrscheinlich der zu dieser Zeit am schwersten zugängliche Ort auf der Erde, da er sich tief im Rikti-Gebiet befand und von Tausenden der härtesten außerirdischen Truppen umgeben war.

Dr. Science entwarf einen Plan, bei dem aber viel für einen ungewissen Ausgang riskiert werden musste. Er hatte gefolgert, dass die Portale für den Betrieb unglaubliche Mengen an Energie brauchten und dass die Quelle dieser Energie irgendwo auf der Heimatwelt der Rikti liegen musste. Die Portale auf dieser Seite waren nur Leiter für die Hauptenergiequelle. Von dort aus wurden die Verstärkungen dann durch lokale Intradimensionsportale befördert. Wenn ein Heldenteam durch den Hauptleiter reisen und die Energiequelle zerstören könnte, wären die Rikti auf der Erde vollständig von künftigen Verstärkungen abgeschnitten. Das könnte ausreichen, um das Blatt im Krieg zu wenden.

Mit jedem Monat wurde die Lage verzweifelter, sodass Vanguard, angeführt von Hero 1 im November 2002 entschied, den verwegenen Plan von Dr. Science in die Tat umzusetzen. Sie versammelten die besten und klügsten Helden der Welt, sodass die Verteidigungslinien nur noch mit den nötigsten Truppen ausgestattet waren. Dann teilten sie sich in zwei Teams auf, eines angeführt von Statesman mit dem Namen Alpha-Team, und eines angeführt von Hero 1 mit dem Namen Omega-Team. Das Alpha-Team war wesentlich größer und bestand aus rund 1.000 Helden aus der ganzen Welt. Sie griffen den Hauptkonzentrationspunkt der Rikti-Truppen frontal an und zogen so viele außerirdische Truppen wie möglich in das Schlachtgewühl. Es war ein gefährlicher Trick, der sich als kostspielig erwies. In dem gigantischen Kampf, der entbrannte, starben 800 der 1.000 Helden, zusammen mit rund 50.000 Rikti-Soldaten.

Das Omega-Team bestand aus 50 der besten und klügsten Helden der Welt. Die Menschen hatten herausgefunden, dass die Rikti besonders ineffizient waren, wenn es um magie-basierte Kräfte ging, sodass sich im Omega-Team einige Magier und Helden befanden, die Artefakte benutzten. Mit einem alten Glücksbringer der Unsichtbarkeit konnte das Team ungesehen in die Hauptportalbasis der Rikti gelangen. Sie wurden erst im letzten Moment in der Portalkammer selbst entdeckt. Das Omega-Team sah zu, wie Tausende Rikti-Soldaten als Verstärkung das Dimensionstor passierten, um im Kampf gegen das Alpha-Team zu helfen. Sie wurden entdeckt, aber nun war es zu spät. Sie erkämpften sich ihren Weg durch das Tor, wobei fünf von ihnen den Rikti in die Hände fielen. Einer dieser Gefangenen entkam später und war der einzige Zeuge dessen, was als Nächstes geschah.

Das Omega-Team verschwand in dem Portal und die Rikti gerieten in Panik. Sie folgten in Schwärmen den mutigen Helden. Dann war alles ungefähr 15 Minuten still. Plötzlich breitete sich eine riesige Explosion von dem geöffneten Portal aus, fegte durch die Rikti-Basis und löschte sofort alles Leben innerhalb von zwei Quadratkilometern aus. Nur ein Held, der völlig unverwundbare Ajax, überlebte die Explosion. Er war von einem Stasisstrahl der Rikti erfasst worden und konnte seinen Teamgefährten nicht in das Portal folgen. Nun war er der einzige überlebende Zeuge für ihren offensichtlichen Sieg.

Die Neuigkeiten von der Katastrophe verbreiteten sich fast unmittelbar unter den Rängen der Rikti und sie begannen sofort, sich aus dem großen Kampf gegen das Alpha-Team zurückzuziehen. Die Helden, die fast 80% ihrer Streitkräfte verloren hatten, entließen die Rikti nur zu gern in die Niederlage. Es dauerte lange, bis sie erfuhren, was geschehen war, aber es klang nach guten Neuigkeiten. Auf der ganzen Welt zogen sich die Rikti zurück, offensichtlich aber nicht in Panik. Für sie hatte sich anscheinend alles verändert. Sie kämpften nicht mehr mit sicheren Nachschublinien und beständiger Verstärkung von zu Hause. Sie schienen von einer Sekunde auf die andere eine Verwandlung von einer Feldarmee zu Guerillakämpfern zu vollziehen. Sie zogen sich in den nächsten Tagen in ihre geheimen Stützpunkte zurück und kämpften auf verbrannter Erde, was Tausende weiterer Leben forderte.

...die größten Helden der Welt in dem Krieg gestorben.

Der Krieg war vorbei, zumindest seine erste Phase. Beide Seiten waren dabei fast zerschlagen worden. Vanguard und die anderen großen Heldenorganisationen der Welt bestanden kaum noch. Mit Ausnahme von Statesman und ein paar anderen waren die größten Helden der Welt in dem Krieg gestorben. In fast allen großen Städten der Welt waren Schäden in Höhe Billionenhöhe entstanden. Paragon City war am schlimmsten getroffen worden. Die Stadt, die einst ein leuchtendes Beispiel für Aufstieg und Wohlstand war, lag nun größtenteils in Ruinen. Es dauerte nicht lange, bis Kriminelle sich neue Geltung verschafften und neue Helden gebraucht wurden. Es war der Beginn einer verzweifelten Zeit, die jahrzehntelang anhalten sollte.

Heute schreitet der Wiederaufbauprozess dank der erbeuteten Rikti-Technologie und der Hilfe brillanter Frauen und Männer wie Dr. Science schnell voran. Paragon City ist noch immer nur ein Schatten seines ehemaligen Selbst, bedrängt von Kriminellen und der anhaltenden Bedrohung durch die Rikti, aber die Stadt beginnt, erneut zu gedeihen. Die Stadt ist außerdem ein Ort, an dem neue Beschützer dringend benötigt werden: tapfere Männer und Frauen, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren, um Unschuldige zu schützen und Böse zu bestrafen. Die Invasion ist vielleicht vorbei, aber der Krieg nicht. Heute ist, mehr denn je, eine Zeit für Helden.