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Zeitleiste

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Der Krieg geht weiter

...stellte sich schnell heraus, dass Superhelden im Krieg fast genauso schnell fielen wie gewöhnliche Soldaten.

Die ersten Einsätze der amerikanischen Elite-Superstreitkräfte jenseits des Atlantiks fanden in der nordafrikanischen Wüste statt. Tragischerweise stellte sich schnell heraus, dass Superhelden im Krieg fast genauso schnell fielen wie gewöhnliche Soldaten. Bei ihrem ersten Einsatz stellte sich die 1. Brigade den deutschen Panzern entgegen und erlitt dabei massive Verluste. Die kostümierten Männer und Frauen waren sehr wohl daran gewöhnt, Straßengangstern und Kriminellen auszuweichen, aber explodierende Panzerwracks erwiesen sich als ungleich verheerender für die Helden. Selbst die stärkeren Helden, die in der Lage waren, es mit ein oder zwei Panzern im Alleingang aufzunehmen, mussten einsehen, dass drei oder vier oft auch für sie nicht zu bewältigen waren. Diesen anfänglichen Schlachten fielen etliche Helden zum Opfer, aber die Anführer der Heldenbrigade lernten bald aus diesen kostspieligen Fehlern.

Die Amerikaner erkannten, dass die Helden für besondere Operationen und gezielte Schläge besser geeignet waren als im Einsatz in großen militärischen Verbänden. Die 1. Heldenbrigade teilte sich in dutzende kleiner Kommandogruppen auf, die über ganz Nordafrika verteilt Position bezogen. Unter den erfolgreichsten neuen Teams war eine Gruppe, die sich Sand Kings nannte. Sie setzte sich ganz aus Helden aus Paragon City zusammen und wurde von dem mysteriösen Helden Dream Doctor angeführt. Mithilfe seiner besonderen Kräfte - Gedankenkontrolle und Illusion - wurden die Sand Kings zum leuchtenden Beispiel für diese neue Art der Kriegsführung.

Die Sand Kings lebten und kämpften hinter den feindlichen Linien und operierten vollkommen unabhängig von der üblichen militärischen Hierarchie. Ihre Spezialität war die Sabotage der Ausrüstung der Achsenmächte und die Entführung hochrangiger feindlicher Soldaten. Oft stolperten die Wachposten der Alliierten über betäubte und gefesselte deutsche Offiziere, die wie Geschenkpakete beim amerikanischen Geheimdienst abgeliefert worden waren. Die Sand Kings verursachten so viele Störungen, dass die Kommandanten der deutschen Streitkräfte sich dazu gezwungen sahen, einen Großteil ihrer Super-Ressourcen an der Nordafrika-Front zu konzentrieren, was wiederum dem belagerten Großbritannien Erleichterung verschaffte.

Die Lage auf den Britischen Inseln war verzweifelt. Die Dawn Patrol hatte den Krieg gegen Deutschland zunächst nicht gebilligt und erholte sich noch immer von der Imageschädigung, die der Kriegsausbruch mit sich gebracht hatte. Sie kämpfte tapfer gemeinsam mit der Royal Airforce in der Schlacht um England, eskortierte Konvois der Royal Navy und der US-Marine über den Atlantik und nahmen dabei schreckliche Verluste in Kauf. Als ihre größte Herausforderung jedoch erwies sich der Kampf gegen die Sturmtruppen, den Elite-Kader der deutschen Supersoldaten. Nach der Niederlage Frankreichs begannen die Sturmtruppen eine längere Serie von Angriffen auf die Britischen Inseln. Ihre Superkräfte erlaubten es ihnen, verheerenden Schaden anzurichten, der die Wirkung der Operationen der normalen Sonderstreitkräfte weit in den Schatten stellte.

Der kühnste Feldzug der Sturmtruppen sollte den britischen Kampfgeist um Haaresbreite ersticken. Unter der Führung des ruchlosen Eisensturm gelang es drei Supersoldaten der Sturmtruppen, die Verteidigung des Buckingham-Palasts zu durchbrechen und seine königliche Hoheit, den König von England, zu entführen. Alistair Sutton, seines Zeichens Anführer der Dawn Patrol, verfolgte die Entführer und zwang Eisensturm in einem Kampf im schottischen Hochland zur Aufgabe. Dadurch konnte er genug Zeit herausschinden, um der Dawn Patrol die Mithilfe bei der Befreiung des entführten Monarchen aus den Fängen der faschistischen Schurken zu ermöglichen. Kurz danach gelang es den amerikanischen Streitkräften, die Ressourcen der Sturmtruppen in Nordafrika erheblich zu dezimieren, was dazu führte, dass Suttons Sieg über Eisensturm allgemein als ein Wendepunkt im Krieg zugunsten der Engländer und der Dawn Patrol gesehen wurde.

An der Asien-Front führte der feurige Captain Volcano die Helden Amerikas bei ihrem Feldzug im Pazifik an. Japan hatte kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor seine eigene Superstreitmacht Imperial Wind aufgestellt. Die Truppen des Imperial Wind waren die militärische Elite des Kaiserreichs. In der sonst streng reglementierten Militärkultur behielten die Mitglieder des Imperial Wind ihr eigenes persönliches Flair und herrschten in vielen Fällen wie mittelalterliche Feudalherren über die von ihnen besetzten Territorien auf den Philippinen und in China. Ganz wie die Helden des Westens operierten auch sie nach ihren eigenen Plänen und Zielsetzungen und waren in jeder Hinsicht Furcht einflößende Gegner. Der tödlichste Gegner war jedoch ihr Anführer: Der Lord of Frosts, der die Truppen des Imperial Wind im Südpazifik befehligte, hegte besondere Absichten für die amerikanische Westküste.

...erbitterte Krieg zwischen den Truppen des Imperial Wind und den amerikanischen Helden wurde schnell zu einer persönlichen Angelegenheit.

Die Schlachten auf den südpazifischen Inseln unterschieden sich erheblich von den groß angelegten Landschlachten, die in Europa ausgefochten wurden. Dies traf nirgendwo so sehr zu wie in der Schlacht zwischen gegnerischen Supersoldaten. Der erbitterte Krieg zwischen den Truppen des Imperial Wind und den amerikanischen Helden wurde schnell zu einer persönlichen Angelegenheit. Nachdem Captain Volcano und der Lord of Frosts in etlichen Auseinandersetzungen aufeinander getroffen waren, wurden sie immer mehr von der Idee besessen, den jeweiligen Feind zunichte zu machen. Die anderen Helden auf beiden Seiten wurden bald in diese immer weiter ausufernden Feindseligkeiten hineingezogen, sodass schließlich ein unabhängiger Krieg, der nichts mit dem sie umgebenden Konflikt zu tun hatte, zu wüten begann. Während die Kampfflieger der Navy bei Midway kämpften und die US-Marine Iwo Jima stürmte, lieferten die Superstreitkräfte beider Parteien sich epische aber strategisch sinnlose Schlachten um unbewohnte Inseln und Meere.

In Europa zogen die Alliierten inzwischen ihre Truppen zum D-Day zusammen. Als die Invasion schließlich begann, waren Freedom Phalanx und Dawn Patrol unter den ersten, die in Frankreich einmarschierten. In der vorangegangenen Nacht hatte der Luftkampf gegen die Jetpack-Truppen der Storm Korps bereits viele Opfer gefordert. Beide Seiten wurden durch eine Vorhut von Supersoldaten angeführt und erlitten schreckliche Verluste. Spät am ersten Tag begannen die Storm Korps eine wuchtige Gegenoffensive, um die Alliierten zum Ärmelkanal zurückzudrängen. Diese Schlacht wurde zum Großteil in der Luft über den Stränden der Normandie ausgefochten und gilt als eine der spektakulärsten, an der die Helden im Laufe des Krieges teilnahmen. Statesman selbst ebnete den anderen Soldaten den Weg und kämpfte sich durch hunderte von feindlichen Supersoldaten. Es gelang den Alliierten, diesen Gegenangriff abzuwehren und nach Frankreich vorzudringen. Der Sieg verlangte jedoch große Opfer. Viele Helden ließen ihr Leben und Statesman selbst trug schwere Verletzungen davon, die ihn für den Rest des Krieges behinderten.

In den folgenden Jahren dienten die Helden weiterhin in vielen wilden und folgenschweren Schlachten, wie sie es schon in Nordafrika getan hatten: als Helfer und Unterstützer der Soldaten. Die Storm Korps erholten sich nur langsam von der Niederlage am D-Day. Als sie sich endlich neu gruppiert hatten, war der Krieg bereits vorüber. Die Storm Korps zogen sich in ihre geheime Befestigung im Schwarzwald zurück und hofften, dass sie durch Verhandlungen ihre Freiheit wiedererlangen und nach Südamerika fliehen können würden. Doch die Überlebenden der 1. Heldenbrigade wollten das nicht akzeptieren. Obwohl seine Verletzungen einen Einsatz im Kampf nicht zuließen, plante Statesman einen letzten Angriff auf die Hochburg der Storm Korps. Hitler hatte sich zwar in der Nacht zuvor erschossen, aber vor der 1. Heldenbrigade lag noch eine letzte Schlacht.

Die grausame und brutale Schlacht im Schwarzwald zog sich über fünf Tage hin...

Die grausame und brutale Schlacht im Schwarzwald zog sich über fünf Tage hin und fand fast ausschließlich in dem verzweigten unterirdischen Labyrinth statt, das den Storm Korps als Unterschlupf diente. Die übrig gebliebenen faschistischen Supersoldaten hatten sich hinter verstärkten Stahltüren verbarrikadiert - raffinierte Todesfallen waren eingerichtet worden, um die Helden aufzuhalten. Jeder einzelne kämpfte bis zu seinem letzten Atemzug, als die alliierten Helden sie kraft ihrer Stärke und Hartnäckigkeit gleichsam aus dem Boden gruben. In einem endgültigen Entscheidungskampf erlitten die letzten der Storm Korps-Mitglieder eine schmachvolle Niederlage. Vor dem Kriegsgericht in Nürnberg wurden alle fünf Überlebenden als Kriegsverbrecher verurteilt. Das Weltgericht entschied auf diesen Prozess hin, dass mit Superkräften ausgestattete Individuen nach strengeren Verhaltensregeln zu beurteilen seien als gewöhnliche Menschen.

Die letzte Kriegshandlung sollte der Abwurf der zwei Atombomben über Japan sein. Lord of Frosts und Captain Volcano hatten jedoch noch eine Rechnung zu begleichen. Die Überlebenden des Imperial Wind weigerten sich, Japans Kapitulation anzuerkennen und kämpften noch mehrere Monate weiter. Captain Volcano und seine Mannen jagten die japanischen Supersoldaten und bekämpften sie in einer Reihe von Schlachten im Südpazifik. Die Duelle zwischen den beiden Parteien kamen schließlich auf der abgelegenen Insel New Ireland zu einem tragischen Ende. Lord of Frosts überwältigte Captain Volcano, tötete ihn und trug so trotz der Niederlage seiner Nation einen kleinen, persönlichen Sieg davon. Die USA trauerten um ihren gefallenen Helden und leiteten eine weltweite Hetzjagd nach dem verschwundenen Lord of Frosts ein. Dem Schurken gelang jedoch die Flucht, als plötzlich andere, dringendere Angelegenheiten die Aufmerksamkeit der Amerikaner erforderten: Washington DC wurde angegriffen.